Projekt

Das bestehende Gebäude wird zu Betreutem Wohnen und einer Kinderkrippe umgenutzt. Die älteren, sanierungsbedürftigen Gebäudeteile werden zurückgebaut. Dadurch entsteht ein neues Alterszentrum in einem kompakten Neubau mit hochwertigen Bewohnerzimmern und idealen Betriebsabläufen. Die kurzen
Wege im Neubau und die wegfallenden Niveauunterschiede innerhalb der Pflegeabteilungen, wie sie heute im bestehenden Gebäude zu finden sind, kommen den Bewohnern und Mitarbeitenden zugute. Das Siegerprojekt ist sowohl im Bau als auch später im Betrieb und Unterhalt kosteneffizient.

 

Neubau
Der Neubau schafft einerseits optimale Voraussetzungen für eine Realisierung, die den laufenden Betrieb kaum tangiert und andererseits die Möglichkeit, ideale Betriebsabläufe zu gewährleisten.
Im Neubau befindet sich das gesamte Alters- und Pflegeheim, zusammen mit der Arztpraxis, der Spitex und der Ludothek. Der neue, quadratische Baukörper steht in der Ausrichtung des heute bestehenden Alters- und Pflegeheims und wird über die Heimstrasse erschlossen. Die Grundrisse folgen einem einfachen Strukturprinzip. Im Erdgeschoss werden offene Bereiche für Hauptzugang und Restaurant geschaffen. Weiter liegen Verwaltung, Arztpraxis, Spitex, Ludothek sowie die Grossküche und die Anlieferung auf dem Zugangsniveau. Im darüberliegenden 1. Obergeschoss finden sich einerseits Räume wie Aufbahrung, Raum der Stille, Coiffeur und Aktivierung sowie Pausenraum und Wäscherei, andererseits die geschützte Abteilung für demenzerkrankte Bewohner. Der dazugehörende Aussenraum wird niveaugleich auf dem übergrossen Erdgeschoss als Terrasse angeordnet. In den weiteren Obergeschossen befinden sich die Pflegeabteilungen. Die allseitig ausgerichteten Bewohnerzimmer gruppieren sich um den zentralen Atrium-Kern, der geschossübergreifende
Sichtbezüge und eine vertikale Durchlässigkeit ermöglicht. Die Bewohnerzimmer sind räumlich in Entrée, Schlaf- und Wohnbereich gegliedert.

 

Altbau
Im neueren, östlichen Teil des Altbaus werden unter Berücksichtigung der bestehenden Struktur ebenerdig die Kinderkrippe und darüber die Wohnungen für das Betreute Wohnen eingebaut. Die Erschliessung der Obergeschosse wird mit einem neuen Anbau gelöst. Der ältere, westliche Teil des Altbaus wird rückgebaut. So erhält der reduzierte Altbau die gewünschte Eigenständigkeit und bildet mit dem Neubau ein stimmiges Ensemble.

 

Umgebung
Grosszügig und locker, zusammen mit den Bauten entwickelt, zeigt sich die Organisation des Aussenraums. Der Vorplatz wirkt als Filter zwischen dem Quartier und dem Neubau. Auf dem langen Nord-Südweg durchquert man die unterschiedlichen Teile der Anlage. Der Querweg an der Südgrenze bindet die Anlage in das übergeordnete Wegnetz ein. Ein Weg entlang des Golfplatzzaunes, macht die Ausdehnung des Parks erfahrbar. Konzeptionell überzeugend werden Teile des bestehenden Gartens als Zentrum der Anlage angeordnet. Der öffentliche Charakter der Anlage, der eine Durchmischung verschiedener Nutzergruppen verspricht, ist eine Stärke des Siegerprojektes.

 

 

Gutachten zum Projektierungskredit